Historische Malergilden

Die historischen Künstlergilden waren Vereinigungen von vorwiegend Malern mit dem Ziel der gegenseitigen Unterstützung und Hilfestellung, sowie der Qualitätskontrolle der Werke.

Die ersten Maler - Gilden wurden in Antwerpen unter der Bezeichnung „Lukas – Gilde“ gegründet. Die Namensgebung stammt vom Hl. Lukas, der nach der Überlieferung das erste Marienbild gemalt haben soll und deshalb zum Schutzpatron der Maler gewählt wurde.

Die Gilden waren zunftartige Vereinigungen deren Zugang streng reglementiert war. Man konnte nur unter bestimmten Voraussetzungen in eine Gilde aufgenommen werden. Die Mitgliedschaft in der Gilde gebot den Malern gewisse soziale Sicherheiten und berechtigten zudem zur Führung einer Werkstätte, die berechtigt war Lehrlinge auszubilden.

Die Mitglieder waren zudem berechtigt ihre Werke am öffentlichen Kunstmarkt anzubieten und zu verkaufen.

Um die Qualität der Werke zu bestätigen, durften Mitglieder der Gilde ihre Gemälde mit dem Zeichen der jeweiligen Gilde kennzeichnen und stempeln. Die Markung der Werke garantierte Käufern europaweit eine gleichbleibende Qualität und stellten somit eine gewisse Sicherheit in Bezug auf den Wert der Gemälde dar.

Die Gilden stellten für ihre Mitglieder auch eine soziale Absicherung dar, denn sie boten nicht nur Krankenversorgung und Altersversorgung, sondern sorgten auch für die Witwen und Waisen ihrer verstorbenen Mitglieder. Die Gilde sorgte weiters für ein standesgemäßes Begräbnis, was damals nicht als selbstverständlich galt.

Die Gilden betrieben auch eigene Schulen um ihren Nachwuchs sicher zu stellen, wobei auch hier der Zugang zur Ausbildung genau geregelt war.





Alle klassischen Maler waren Mitglieder in den Maler - Gilden:

Rubens, Brueghel, Leonardo da Vinci, Vermeer, Michelangelo, Dürer, Tintoretto, Dyk, Botticelli, Goya, Bernini, Tizian und viele mehr…


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